Orthopädischer Beschlag

Wir lassen uns keine Ruhe, bis die optimale Lösung gefunden ist.

Es gibt Pferde, die von der Natur nicht mit gesunden und starken Hufen gesegnet wurden. Viele Pferdehufe werden auch durch eine Krankheit oder unfachmännische Arbeit geschwächt. Weitere Vierbeiner leiden an Problemen von Sehnen, Gelenken oder Knochen und benötigen gezielte Entlastung vom Huf aus.
Auch in solchen Fällen können Sie auf uns zählen. Durch unseren grossen Erfahrungsschatz werden wir eine auf Ihr Pferd massgeschneiderte Lösung finden.

Zweikappenbeschlag

Mit einem Zweikappeneisen kann der Abrollpunkt weiter nach hinten verschoben werden. Ideal beispielsweise für Pferde, die zu langen Zehen neigen und häufig stolpern.

Hornspalten/Kunsthorn

Mit den uns zur Verfügung stehenden Kunsthorn-Kleber sind wir in der Lage Spalten zu stabilisieren oder Kluften auszubessern. Ganze Wände können so wieder hergestellt werden.
mehr...

Hornspalten
Als Hornspalten bezeichnet man senkrecht verlauffende Risse an der Hornwand.

Hornkluften
Hornkluften sind Defekte, die waagerecht in der Hornwand verlaufen.

Einlagen und Keilsohlen

Sohlen
Reagiert ein Pferd am Strahl oder an der Hufsohle empfindlich auf Druck, können die Hufe mit einer Sohle geschützt werden. Ob in Kunststoffform, aus Leder oder mit beiden Materialien kombiniert.
mehr...

Keilsohlen
Stellungsfehler, zum Beispiel zu flache Hufe, können mit Keilsohlen korrigiert werden.

Einlagen
Polstermaterialien bieten zusätzlichen Schutz und wirken stossdämpfend, der Druck wird gleichmässig auf den ganzen Huf verteilt. Wir verwenden schnellhärtende Zweikomponenten-Materialien die zwischen Huf und Sohle eingefüllt werden.

Strahlfäule

Bei Strahlfäule ist immer ein sauberes Ausschneiden wichtig, damit Luft dazu gelangt.

White Line Disease

White Line Disease oder Hoof Wall Disease kann bei Pferden entstehen, die während längerer Zeit auf nassem, sumpfigem Boden gehalten werden. Bei solchen Bedingungen können Mikroorganismen in die Zone zwischen Sohlenhorn und Wandhorn eindringen. Diese Zone nennt man „Weisse Linie“. Da diese Zone am Huf relativ weich ist, können Bakterien leicht eindringen und sich vermehren. Es entsteht eine dunkle, schwarze Verfärbung mit fauligem Geruch entlang dieser Zone. In extremen Fällen können auch Teile des Tragrandes abbrechen.

mehr...

Je nach Beschaffenheit der Hornwand kann Der Huf beschlagen werden.

Zur Behandlung von White Line Disease sollte das Pferd zunächst an einem trockenen Ort gehalten werden. Die schwarzen Stellen werden so gut wie möglich weggeschnitten. Danach werden die Hufe mit einer antiseptischen Lösung gereinigt und ev. noch einige Tage damit behandelt.

In extremen Fällen, wenn zu wenig Hornwand vorhanden ist, bringen wir ein Klebe-Eisen an. Dies bedingt jedoch, dass sehr sauber gearbeitet werden muss. Es müssen alle Verunreinigten Stellen am Huf entfernt werden können. Falls sich noch Bakterien unter der Klebefläche befinden, können diese weiteren Schaden anrichten.

Kniescheibenvorkommnis

Auch Patellafixation („Pat-Fix“) genannt.
Die Kniescheibe hakt sich fest, dadurch ist die Beckengliedmasse in Streckstellung fixiert und das Knie- und Sprunggelenk können nicht gebeugt werden.

Bei Pferden mit gelegentlicher Patellafixation können wir oft schon mit gezieltem Ausschneiden abhelfen. Zusätzlich „helfen“ wir dem Pferd mit einem passenden Beschlag mit viel Unterstützungsfläche auf der Aussenseite. Bei Bedarf wird die Huf-Aussenseite zusätzlich noch erhöht.

Wandgänger

Das Wandgänger-Pferd belastet die äussere Hufseite deutlich mehr als die innere. Dadurch wird die äussere Wand immer stärker beansprucht und ist meistens schlecht in der Qualität.

Beim Ausschneiden versuchen wir das Hufbein wieder gerade auf den Boden zu stellen. Mit dem Beschlag kann die Stellung zusätzlich korrigiert werden, falls diese Korrektur nicht genügt nehmen wir eine Keilplatte zur Hilfe.

Zehenschleifer

Manche Pferde schleifen die Hinterbeine beim Vorschwingen am Boden und nützen so die Zehe bis aufs Eisen oder noch weiter ab. Mit kleinen Änderungen an der Stellung kann das Zehenschleifen meist behoben werden

Spat

Spat ist eine Erkrankung, die sich deformierend auf das Sprunggelenk auswirkt. In den meisten Fällen befindet sich die Deformation an der Innenseite des Gelenkes. Bei Spat-Pferden ist häufig zu beobachten, dass die anfängliche Lahmheit beim Beginn eines Ausrittes kontinuierlich nachlässt.

Beim Spat wird zuerst mit Ausschneiden soviel wie möglich korrigiert. Danach wird die strapazierte Gelenkseite mit einem Spatbeschlag entlastet.

Verschobene Trachten

Wenn ein Pferd ungleichlange Trachten hat, muss ganz exakt ausgeschnitten werden. Das Ziel ist, den Huf bzw. das Hufbein wieder gerade auf den Boden auszurichten.

Damit die nach oben verschobene Wand wieder herunter kommen kann, wird ein Luftkeil angebracht.

Hufrehe

Hufrehe ist eine Entzündung der Wandlederhaut am Huf, sie tritt meistens an den Vorderhufen stärker auf. Durch die Entzündung kann sich die Verbindung der Wandlederhaut zum Hufbein lösen, das Hufbein rotiert oder senkt sich ab.

Hufrehebeschäge sind sehr individuell und eine grosse Herausforderung für den Hufschmied. In Zusammenarbeit mit dem Tierarzt und mit Hilfe von Röntgenbildern wird für das Pferd die richtige Lösung gefunden.

Sehnen, Bänder, Fesselträger

Bei Problemen betreffend Sehnen, Bänder und Fesselträger ist eine gute Absprache zwischen Tierarzt und Hufschmied enorm wichtig. Je nach Ursache wird der Beschlag angepasst.

Deckeleisen

Bei Nageltritten oder sonstigen Verletzungen, welche Pflege aber auch Schutz brauchen, werden Deckeleisen angefertigt.